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„Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“

Eine grandiose Szenische Lesung lieferten die Schülerinnen und Schüler des 3. Ausbildungsjahres. Gemeinsam mit Ihrer Deutschlehrerein Fr. Dorr startete die Klasse A13 ein Projekt zum Thema „Kollektives Wegsehen unserer Gesellschaft“. Vor der gesamten Schule mit allen Klassen und Lehrkräften stellten die Auszubildenden ihre szenische Gestaltung des Stücks „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ von Jens Raschke vor.

Das Stück spielt zur Zeit des Nationalsozialismus und handelt von einem kleinen Zoo, der neben dem Konzentrationslager Buchenwald lag. Die Gespräche unter den darin beherbergten Tieren wurden in Form einer szenischen Lesung durch die Auszubildenden dargestellt. Die Tiere haben längst ihre Augen vor den schrecklichen Taten im angrenzenden Konzentrationslager verschlossen. Nachdem das Nashorn unter seltsamen Umständen stirbt, zieht ein Bär in das wohlgeordnete Leben der Zoobewohner ein. Doch die unangenehmen Fragen die er stellt, bringen Unruhe in die Gemeinde. Was sah das Nashorn, als es auf die andere Seite des Zauns schaute? Und was tat es, als es sah, was es sah? Was sehen wir, wenn wir auf die andere Seite des Zauns schauen? Und was tun wir, wenn wir sehen, dass auf der anderen Seite des Zauns Unmenschliches geschieht?

Projekt

Szenische Lesung der Klasse A13

Diese nachdenkliche Thematik projizierten die Schülerinnen und Schüler auf die heutige Zeit. Sie machten aufmerksam auf die Themen wie Kinderarbeit, Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, Krieg und Flucht, vor denen die Menschen heute ihre Augen verschließen, weil sie nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Zum Ende der Vorstellung gab es tobenden Applaus und die Lehrkräfte überreichten allen Beteiligten eine Rose als kleine Anerkennung. Die Vorstellung ließ wohl niemanden unbeeindruckt zurück und jeder hatte noch einiges, um darüber nachzudenken.

Projekt

Gespannte Aufmerksamkeit im Publikum